Eines Tages erreichte mich die Mail von Wilbert Schönfeld....

Sein Bericht über die Entenkonstruktion muss man einfach veröffentlichen!
Hier nun der Bericht von Wilbert.

Entenflugzeug

Letzte Woche im August 2002. Wasserkuppe, Südhang. Die NF Fraktion ist zum Meeting versammelt.


Was gibt's Neues?.


HJU:(Dr. Hans-Jürgen Unverferth) Aha..... eine Ente.!!! Fliegt die auch.?....
ICH: Äh. Ja..ja.

Erster Flug:
HJU: Hmmm.
Zweiter Flug:
HJU: Die nickt nicht!!!!!!!
ICH: Äh,... äh, ist wohl eine unhöfliche Ente.

Nächster Tag:
Moin........Moin.
HJU: Die solltest Du in "Aufwind" veröffentlichen.
ICH!!!!!????Warum?
HJU: Fliegt gut.
Selber schuld.

Rückblende.
2001. Bilder vom C-Wing. Sieht toll aus. Mein Gefühl sagt: die Belastung auf die Wingletspitze muß höllisch sein. Besser wäre T-Wing. Also gut. Bauweise mein Standard für NF. Styro, das bessere mit 17 Kilo. Beplankung 0,6 mm Birkensperrholz. Platten vom Flugzeughersteller sind 1,5m x 1,5m groß und kosten ca. 50 . Verklebung mit Epoxy und einigen Gewebeverstärkungen. Holm, überflüssig. Keine Steckung. Winglet: Styro/Balsa. Oben auf die Winglets diese niedlich kleinen Höhenrudersteuerflächen die einen NF eigentlich zu einem ganz normalen Fliegzeug degradieren. Das Ganze sah recht futuristisch aus. Originalton "aerodesign.de":"geil". Ach so: Profilierung: Fläche=MH 32, Leitwerke= NACA 009. In der Mitte ein kleiner Rumpf zur Aufnahme solcher unnützen Dinge wie Empfänger, Akku und Antrieb. Dafür musste ein 2ccm Verbrenner chinesischer Herkunft seine Kulidienste verrichten.
Leider sind die Bilder von diesem Fluggerät verloren gegangen, da eine Festplatte im PC das Zeitliche segnete. Aber im Internet muss noch irgendwo ein Bild davon herumgeistern. O.K. zum Fliegen. Die Leistung war super. Aber das Handling ätzend. Querruder lahm. Höhenruder giftig. Wölbklappen recht gut. Insgesammt nicht das gelbe vom Ei. Speedtest. Recht flott, doch plötzlich regnet es Flugzeug. Was war geschehen? Beim Speedtest hatte sich der Flieger einfach seiner Winglets sammt Höhenleitwerke entledigt. Wie eine totgeschossene Ente flatterten die Teile der Erde entgegen. Dumm gelaufen.

Watt nu.?
Der Flügel war heil auf dem Boden der Tatsache angekommen, da die Winglet schön sauber am Wingletfuss abgebrochen waren. Also noch brauchbar. Einen neuen T-Wing daraus aufbauen.? Nee. Aber eine Ente.........



Also los. Für die, die nachbauen wollen.
Zunächst der Rumpf. Wenn es nicht so lange dauern soll und auch noch gut aussehen soll , GFK Positivbau. Rufmate ist der ideale Rohling. Folie drauf bügeln, nicht zu heiss. Vorne eine kleine Kanzel rausschneiden. Darauf kommt edle Kohle. Man gönnt sich ja sonst Alles. Den Rest 2 mal einwachsen und 2-3 Lagen 165er Gewebe drauf. Nach der Kalthärtung ein paar Stunden in den Ofen bei 50 und dann , kleiner Trick, 80. Das Rufmate fängt an zu schrumpfen. Jetzt kann man das Rufmate wunderbar leicht herrausbröseln, da der Rumpf hinten offen ist. Schleifen, spachtel, schleifen na ja.

Das Pendelhöhenruder ist Standard Bals /Styro. Knapp vor "XN" die Steckung aus 8mm Profil FX 60-100 Alurohr.



Die Fläche wie gesagt 17Kg Styro mit 0,6 mm Birkensperrholz beplankt. An der Endleiste Gewebe einlegen damit diese schön scharf ausgeschliffen werden kann. Beim MH-32 wichtig. Wölbklappen und Querruder mache ich immer in Holkehlen, kann man aber auch anbügeln. Flächensteckung nach belieben.

Winglets Styro/Balsa. Möglichst leicht. An die Aussenfläche kommt ein Stück Roofmate. 30x30x300 mm. Mit 5Min. Epoxy stumpf ankleben. Darauf die fertigen Winglets ohne Vorspur und ganz wichtig, 40-50mm nach hinten versetzen.!!! Rufmate verschleifen und 50gr. Gewebe drauf.

So. Die Fläche auf den Rumpf und entsprechen der Profilunterseite anpassen. Einstellwinkel beachten. 2. Flächenmittelteil isolieren und provisorisch befestigen. 8-10 Kohlerovings, 30 cm lang entlang der Profilunterseite, um die Nasenleiste bis zu höchsten Punkt der Profiloberseite harzen. Schmaler Streifen 50 gr. Gewebe darüber. Ergibt einen schönen Übergang und Steifigkeit. Schleifen.......basta.



Tja,....so mutiert ein T-Wing zu einer Ente. Darum nenn ich das Gerät MUHTÄSCHN. Wie ...



Antrieb: Verbrenner 2,5 ccm oder Elekrto 200 Watt reichen. Luftschraube für 15- 20 m/sek.

So, das ganze Equipment ist eingebaut, der Schwerpunkt da wo er hinmuss. Jetzt kann Die Super Fernsteuerung mal zeigen was sie kann. Es wird gemixt was das Zeug hält. Höhenruder mit Querruder und oder Wölbklappen. Querruder mit Wölbklappen. Motor mit Höhenruder. Macht Spass.Und das ganze über div. Schalter. Meine Einstellungen:



Fliegen woll'n wir auch noch. Zum Start ruhig deutlich Höhe solo geben oder trimmen.Mit Schmackes in die Luft und lasst sie laufen. Die ätzenden Bemerkungen der lieben Kolegen die fliegt ja verkehrt rum steckt Ihr locker weg und seid glücklich. Diesen Flieger haben die nicht.

Landung: Wölbklappen wenn's sein muss 45-70 und Querruder 10mm hoch. Höhenruder zum Ausgleich. Na prima.

Das wärs. Ich denke das die, die diesen Flieger bauen wollen wissen was zu tun ist.